AHK World Business Outlook 1. Halbjahr 2017

06.07.17

Fazit: Noch nie ist ihre Zuversicht im Hinblick auf aktuelle und künftige Geschäfte größer gewesen als momentan, lautet das Fazit einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Auslandshandelskammern unter rund 4000 international tätigen deutschen Firmen. Andererseits schürten Brexit, US-Abschottungstendenzen unter Präsident Donald Trump und weltweit wachsender Protektionismus Unsicherheiten in einem selten gekannten Ausmaß. 

Vietnam: Schlagzahl bleibt hoch

Die vietnamesische Wirtschaft wird voraussichtlich weiterhin kräftig wachsen. Der Saldo der Erwartungen über die konjunkturelle Entwicklung liegt bei 57 Punkten. Drei von vier Unternehmen erwarten zudem bessere Geschäfte. Wachstumsimpulse kommen vor allem durch ausländische Investitionen. 57 Prozent der befragten Unternehmen planen mit mehr Investitionen. Die Beschäftigung wollen 54 Prozent ausbauen. Mit einer motivierten, jungen und wachsenden Bevölkerung sowie einer vergleichsweise stabilen politischen Lage ist Vietnam zu einem beliebten Ziel ausländischer Kapitalgeber geworden. Allerdings beklagen Unternehmen einen Mangel an Fachkräften, und die Löhne steigen schneller als die Produktivität. Eine ineffiziente Bürokratie, Korruption, strenge Landnutzungsrechte und Finanzierungsengpässe hemmen den Fortschritt gerade bei Großprojekten.

AHK World Business Index 2017

Der AHK World Business Outlook basiert auf einer regelmäßigen DIHK-Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs). Sie erfasst die Rückmeldungen von weltweit rund 4.000 deutschen Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaften sowie Unternehmen mit engem Deutschlandbezug.

39 Prozent der antwortenden Unternehmen stammen aus dem Bereich Industrie und Baugewerbe, 40 Prozent aus dem Dienstleistungssektor und weitere 21 Prozent sind Handelsunternehmen. Kleinere Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeiter machen 48 Prozent der Antworten aus. 24 Prozent der Unternehmen beschäftigen 100 bis 1.000 Mitarbeiter. Große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter haben einen Anteil von 28 Prozent der Befragten.

Die Umfrage wurde im Mai 2017 durchgeführt.